// Artenschutz

Artenschutz ist mir eine Herzensangelegenheit. Er geht uns alle an. Was wir heute noch schützen und wieder Aufbauen können, bereitet unsere Zukunft. Was wir heute zerstören und töten, werden zukünftige Generationen nicht mehr sehen. Unsere Kinder, Neffen, Nichten, Enkel, Urenkel - für sie tragen wir die Verantwortung.

Immer wieder bin ich bestürzt darüber, dass jedes kleine Kind schon weiß, wie im Internet die kostenlosen Spiele zu finden sind und wie dort Filme zu sehen sind, aber Bäume können nicht benannt werden, Kühe sind angeblich lila und Kartoffelbrei ist aus einem weißen Pulver. Nun kann gesagt werden, das gehört alles nicht zusammen. Aber es ist tatsächlich alles verknüpft. Der Mensch lernt von klein auf das "betreute Denken" in unserer Gesellschaft. Kinder werden in den Familien häufig schon sehr früh mit digitalen Beschäftigungen in Berührung gebracht, diese unkomplizierte, nicht anstrengende Art der Beschäftigung entwickelt sich so zu einem alltäglichem Ritual. Diese Beschäftigung dehnt sich jedoch mit der Zeit in der Freizeit immer weiter aus und verdrängt die Notwendigkeit, sich mit der Umwelt, Außenwelt, Natur und mit Mitmenschen auseinanderzusetzen. So wachsen Generationen auf, welche sich nicht mehr für die Umwelt interessieren und diese somit auch nicht benennen und schützen können. Zusätzlich schwindet die Konzentrationsfähigkeit und die Fähigkeit, sich sozial in die Gemeinschaft der Mitmenschen einzufügen, wie zahlreiche Studien belegen. Ich kann nur appellieren: Gehen Sie mit Kindern in die Natur!



// Insektenschutz am Hof

 Schon lange Zeit beschäftigen wir uns am Hof aktiv mit dem Insektenschutz. Ein Thema, welches uns alle angeht. Ohne Insekten brechen Kreisläufe der Natur zusammen, kommen aufeinander aufbauende Nahrungsketten zum Erliegen. Wir sind im Bereich des Artenschutz keine großen Redner, wir versuchen es jeden Tag umzusetzen. Große Redner gibt es in unserer Gesellschaft viele - uns fehlen aber Menschen, die über den Tellerrand schauen und die Ärmel hochkrempeln!

Fangen wir an!



// Die Natur spricht mit uns

.....Wir müssen nur die Augen und Ohren öffnen und wieder Fühlen


Wir dürfen die augenscheinlich klaren Dinge nicht immer einseitig betrachten, denn das führt zwangsläufig nicht zu einem freien Bewerten. Häufig zeigen Arten, Lebensformen und Strukturen noch ganz andere als die bekannten Seiten. Öffnen Sie Ihre Sinne. Unterhalb sehen Sie natürliche Kunst. In das Holz eingearbeitet wurden hier feine Strukturen. Die Bilder können gesehen und gefühlt werden, es ist in jeder Sprache verständlich. Es könnte sich auch um Höhlenmalerei handeln. Der Künstler, ein Mitwesen auf unserer Erde, zeigt uns seine andere Seite. Ihrer Phantasie darf die Interpretation der Holzbilder entspringen.

Unser Künstler ist der sogenannte Buchdrucker, er ist die Larvenform des Borkenkäfers. Diese Bilder sind 2020 auf Fichtenholz im Solling entstanden.


 

In welchem Kontext kennen Sie den Borkenkäfer? Als Schädling? Als Plage? Kannten Sie ihn als Künstler? Wussten sie das Borkenkäfer-" Kinder" diese Kunstwerke fressen und wussten Sie, dass es in Jahren mit sehr vielen Borkenkäfern auch ein natürliches Regulierungswerkzeug gibt? Den Specht! 

Es ist immer einfach, eine vorgefertigte Meinung zu übernehmen. Aber seien Sie fair, informieren Sie sich zunächst, wer die Naturschieflage auf den Weg brachte. Oft komme ich bei mir als Mensch an. Wer bin ich also, dass ich die Erde als mein Eigentum betrachte, alles zerstöre und darüber entscheide, wer ein Schädling ist und wer nicht. Machten wir eine Umfrage unter allen Lebewesen darüber, wer der größte Schädling auf dieser Welt ist, hätten wir mehr als schlechte Karten.